poppeBLOGt

Weil es jeden Tag etwas zu erzählen gibt…

How to save a life.

Es gibt nur wenige Chancen im Leben etwas wirklich Großes und Wichtiges zu tun. Damit meine ich nicht die fünf Minuten Ruhm, wenn man es mal in die überregionale Zeitung geschafft hat, für eine RTL-Explosiv-Umfrage vor der Kamera steht oder bei Twitter einen 500-Sterne-Tweet schreibt. Ich meine die wirklich großen Dinge, die das eigene und vor allem das Leben eines oder mehrerer anderer Menschen auf Dauer verändern. Ich habe das geschafft, ohne wirklich viel dafür tun zu müssen und deswegen liegt mir viel daran, diese Möglichkeit in die virtulle Welt zu tragen. Im Folgetext verzichte ich bewusst auf Fotos, bunte Schriftarten und unzählige Links. Es würde mich freuen, wenn Ihr zehn Minunten Zeit opfert und ihn lest.

Über Knochenmarkspenden und die DKMS wird viel berichtet. Wenn irgendwo der Bekannte eines Freundes eines Freundes an Leukämie erkrankt, gibt es eine Solidarisierung mit dem Erkrankten, unzählige Aufrufe fordern zu Typisierungen auf und alle finden diese Aktion toll. Dennoch sind noch so viele Deutsche nicht typisiert. Das liegt meistens daran, dass die Angst vor Nadeln, Operationen und Folgeschäden zu groß ist. Ich selbst habe vor knapp sechs Jahren gespendet und möchte deshalb im folgenden Erlebnisbericht schildern, wie einfach alles ablief und wie viel ich damit bewirken konnte.

Ich muss gestehen, die Typisierung habe ich aus reinem Opportunismus gemacht. Ich war 19, Grundwehrdienstleistender (für die jüngeren Leser: Das war damals, wenn man zu faul, doof oder naiv war um eine Verweigerung zu schreiben – dann musste man 10 Monate mit seltsamen Klamotten durch den Wald robben) und wir bekamen für unsere fünf Minuten Aufwand am späten Vormittag den Rest des Tages frei. Damals lief das noch über eine kleine Blutentnahme – heutzutage geht das auch mit einem Wattestäbchen (wie bei einem Gentest, wenn Horatio bei CSI:Miami einen mexikanischen Drogenboss überführt). Danach war zunächst für drei Jahre Ruhe, mein Spenderkärtchen verblich langsam zwischen der Mitgliedskarte für die Videothek und dem ADAC-Ausweis im Geldbeutel. Dann plötzlich Post: “Potentieller Spender (…) Speichelprobe abgeben (…) wäre voll nett von Ihnen!” und natürlich gab ich meine Speichelprobe ab. Mehrere Wochen später dann die Bestätigung per Anruf: “Genetischer Zwilling (…) wollen Sie spenden (…) sind Sie sich ganz sicher (…) Sie können jederzeit ihre Entscheidung zurückziehen (…) wollen Sie das wirklich tun (…) cool!”

Natürlich hatte ich Angst, was mich da genau erwartet, natürlich hatte ich Horrorbilder von verpfuschten Wirbelsäulen-Eingriffen mit Nadeln von 30cm-Länge im Kopf, natürlich habe ich zugesagt. Mehrfach hatte mich die DKMS über alles belehrt und schnell war mir klar, dass auf mich nicht viel mehr zukommt, als bei einer Blutspende. Fast alle Spenden können über periphere Entnahme (später mehr dazu) gemacht werden. Zur Voruntersuchung musste ich in die Klinik nach Frankfurt. (Die DKMS zahlt Anreise, bei Bedarf Hotel, Taxi und übernimmt den Verdienstausfall bei der Arbeit, falls es keinen Sonderurlaub gibt). Die Voruntersuchung war entspannt. Ein paar Röhrchen mit Blut hier, ein Becher mit Urin da, Fragebögen, Ärzte-Schnack, fertig. Wenige Wochen später wusste ich, dass ich der perfekte Spender bin und mein “genetischer Zwilling” trasplantierfähig ist. Über ihn selbst wusste ich nur, dass er aus Deutschland kommt und männlich ist. Der Rest blieb anonym – vorerst.

Der Tag der Spende: Am Vorabend des 21. September 2005 kam ich in einem netten Hotel in Frankfurt an. Zuvor musste ich mir mehrere Tage kleine Spritzen zur Förderung der Bildung weißer Blutkörperchen in den Bauch spritzen. Klingt schlimm, habe ich aber schon am zweiten Tag in coolster Junkie-Art nebenbei gemacht. Ich schlief eher zwischen Englisch und Medium, als voll durch und hatte natürlich etwas Bammel vor dem nächsten Tag, dachte jedoch auch immer wieder an den kranken Menschen, meinen “Zwilling” und welche Chancen sich für ihn dank mir ergeben würden. Es ging nach ein paar kurzen Gesprächen los: Auf beiden Innenseiten unterhalb der Handgelenke wurde eine Infusion gelegt. Diese war mit einer Maschine verbunden, die das Blut filterte, welches aus dem rechten Arm heraus kam und nach dem filtern wiedern im linken Arm verschwand. Wie genau diese Maschine funktioniert, ist Fachgesimpel und eigentlich egal – am Ende gab es einen Beutel mit etwas Blut und mehreren anderen Schichten. Hatte was von einem B52. Gedauert hat dieser Eingriff rund 6 Stunden. Nur soviel dazu: Man liegt auf einem Bett, kann mit den Armen nicht viel anfangen und sollte bestmöglich nicht auf die Toilette müssen. Das war aber auch schon alles an Unannehmlichkeiten. Überbrückt wurden die 6 Stunden mit 2 DVDs und dem Nachholen von Schlaf, den ich wegen meiner unnötigen Panik versäumt hatte. Fertig. Im Anschluss war ich ein paar Tage krankgeschrieben. Man fühlt sich etwas erschöpft, bei mir hatte sich die Milz leicht vergrößert und ich konnte zunächst keinen Sport machen. Lächerliche Opfer.

Nach ein paar Monaten dann Post. Mein “Zwilling” hatte mir geschrieben und sich bedankt. Einfache, ehrliche Worte. Worte, die mich zu Tränen rührten. Ich selbst konnte mit diesem “Danke, dass ich wegen Ihnen leben darf!” nicht umgehen. Ich hatte fast nichts gemacht, niemand aus einem brennende Auto gezogen, kein Organ gespendet oder eine Herzmassage durchgeführt. Es dauerte etwas, bis ich begriff, was ich diesem Menschen ermöglicht hatte und eine sehr schöne Form der Genugtuung kam in mir auf. Wegen der Anonymität konnte wir nur Briefe ohne große Details schreiben, hatten dennoch einen Draht zueinander. Als nach zwei Jahren diese Anonymität enden sollte, ging ich gespannt zum Briefkasten und fand tatsächlich ein Schreiben der DKMS. Dann der Schock: “Ihr Zwilling hatte einen Rückfall, wären Sie bereit, erneut zu spenden?” Natürlich war ich das! Doch leider sollte es dazu nicht mehr kommen. Mein genetischer Zwilling verstarb, noch bevor er erneut transplantiert werden konnte. Mich hat diese Nachricht eine ganze Zeit sehr traurig gemacht, bis mich ein Brief seiner Witwe erreichte. Sie dankte mir, obwohl ihr Mann tot war. Sie dankte für fast zwei Jahre, die sie intensiver lebten, als es andere bis zur goldenen Hochzeit tun. Für die Chance, Dinge zu sagen, die sonst ungesagt geblieben wären, Dinge zu tun, die sonst ungetan geblieben wären und für die Chance das Leben auszukosten, statt es zu hassen. Nie haben mich Worte einer fremden Person mehr gerührt, nie haben sie mich glücklicher gemacht, nie musste ich wegen ihnen mehr weinen.

Meine Geschichte hat kein Happy End, wäre als Kinofilm aber sicher auch keine Tragödie. Warum ich sie Euch erzähle? Weil  jeder von uns irgendwann Teil einer solchen Story sein könnte. Egal ob als Patient oder Spender. Ich will niemand bequatschen sich typisieren zu lassen, sondern einfach nur erzählen, wie einfach es sein kann ein Leben zu retten. Eine Typisierung bei der DKMS kostet DICH keinen Cent. Alle Infos gibt es bei der DKMS (Deutschen Knochenmarkspenderdatei). Ein Organspenderausweis kostet DICH keinen Cent. Alle Infos gibt es bei der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). Lasst heute Abend einfach mal eine Soap ausfallen, verbringt eine halbe Stunde weniger auf Facebook oder legt die Nachtlektüre etwas früher auf das Schränkchen. Nutzt diese Zeit. Denk darüber nach, ob Ihr diesen kleinen Aufwand investieren wollt, ob ihr vielleicht auch nach dem Tod eines oder mehrere Leben retten wollt. Wenn Ihr das getan habt und Eure Antwort “Nein” ist, dann ist das kein Problem. Wenn ihr bisher einfach nur zu faul wart um Euch zu kümmern, dann hoffe ich, dass dieser Text der richtige Anstoß war. So oder so – DANKE, dass Ihr ihn gelesen habt! Ich wünsche Euch allen, dass Ihr irgendwann auch das Gefühl kennt, wie es ist, wenn man ein Leben retten!

Update: Hier kommt Ihr direkt auf die Registrierungsseite der DKMS (z. Zt. leider wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar) – oder schreibt eine Email an briefspenderbetreuung@dkms.de bzw. ruft die kostenlose Infohotline unter 0800 4030 300 an.

(Solltet Ihr Fehler finden, könnt Ihr mich gerne darauf aufmerksam machen. Solltet Ihr Fragen haben, könnt Ihr sie auch gerne in die Kommentare posten.)

posted by poppeBLOGt in Poppe schreibt's and have Comments (56)

56 Responses to “How to save a life.”

  1. [...] allem nachdem ich dann noch einen Erfahrungsbericht eines Spenders via Twitter gelesen hatte war klar – ich will das machen. Und habe das dann doch wieder auf [...]

  2. Anett sagt:

    Hallo. Habe deine Geschichte gelesen und sofort geteilt.Ich selbst bin auch Spenderin.. mit einem happy End.Und ich kann es nur bestätigen, dass es so einfach ist, was wirklich Großes zu tun. Und ich hoffe, dass sich noch viele Menschen registrieren lassen…

    Ganz lieben Gruss

  3. [...] Thomas Poppe, der vom Erlebnis Knochenmarkspenden berichtet, hat mich persönlich sehr beeindruckt. http://signous.de/poppe/?p=1876 Dieser handelt vom Spenden, Fund eines genetischen Zwillings, Ablauf der Voruntersuchung, Tag der [...]

  4. Christoph sagt:

    Wow, tolle Story! Ich habe auch schon Knochenmark gespendet, Anfang 2010. Knochenmarkpunktierung, weil die Spende an ein Kind ging, da ist das wohl besser als dem Blut entnommene Stammzellen. Ich weiß leider nicht, wie es dem Kind geht, oder ob es noch lebt. Ich weiß auch nicht, ob ich es überhaupt wissen will. Aber ich kann auch nur jedem empfehlen, sich typisieren zu lassen. Vielleicht kannst du das Thema ja auch mal im Stammtischphilisophen-Podcast aufgreifen?
    Grüße,
    Christoph

  5. [...] Thomas hat seine Beweggründe Spender zu werden und seine erste Knochenmarkspende auf seinem Blog zusammen gefasst. Lies seinen Artikel und folg unserem [...]

  6. Jule sagt:

    Bin gerade bei Twitter über einen Link zu deiner Seite gestolpert :)
    Sehr schön geschriebener Artikel, wenn auch mit traurigem Ausgang.
    Ich wollte schon immer Blut spenden, aber leider darf ich es nicht (wiege keine 50kg ._.). Dann hörte ich aber von der DKMS und ließ mich vor 4 Jahren typisieren, und meinen Organspendeausweis habe ich schon länger. Aber ich muss zugeben, bei der DKMS hatte ich erstmal eine Weile im Internet recherchiert (diese ganzen Horrorszenarien mit dicken Nadeln ins Rückenmark oder in den Oberschenkelknochen schwirrten nämlich in meinem Kopf herum). Und auch wenn ich bisher noch nicht “gebraucht” wurde, hat man doch trotzdem das Gefühl, zumindest den Anfang von etwas Gutem getan zu haben :)
    Ich hoffe, es werden noch viele deinen guten Artikel lesen und sich mehr mit der DKMS, Organ- und Blutspende beschäftigen und auch endlich etwas TUN, anstatt immer nur zu sagen “Ja, man müsste …”.

  7. [...] über seine Knochenmarkspende, die dem Empfänger zwei Jahre Leben geschenkt hat. Eine wirklich lesenswerte Geschichte, die nachdenklich macht. Gerade jetzt nach Weihnachten, in denen wir Geschenke bis zum Überfluß [...]

  8. romold sagt:

    Ich bin schwul. Bei der DKMS darf ich mich nicht typisieren lassen. Hooray!

    • poppeBLOGt sagt:

      Hat mir dir das gesagt oder steht das irgendwo? Ich kann das nicht glauben. Sollte das wegen dem schwachsinnigen, aber vielzitierten “höheren HIV-Risiko” sein, kann ich es auch nicht verstehen, weil man auch auf HIV getestet wird.

      Schreib mir doch mal, wer dir das gesagt hat, dann mach ich mich mal bei denen schlau. Wenn es so wäre, wäre es eine Schande!

      Nachtrag: Ich bin übrigens zu keiner Zeit nach meiner sexuellen Orientierung gefragt worden! Weder bei der Typisierung, noch vor oder nach der Spende. Das geht die ja nix an.

  9. Robin sagt:

    Ich habe eine ganz ähnliche Geschichte erlebt. Ich habe vor 5-6 Jahren für einen Erkrankten Stammzellen gespendet. Er hatte ebenfalls einen Rückfall, so dass ich dann ein weiteres Mal gespendet habe. Da er Italiener ist und die Gesetze da wohl anders sind, werde ich ihn niemals kennenlernen.
    Ich dürfte zwar fragen, wie es ihm inzwischen geht, aber ehrlich gesagt habe ich etwas Angst vor der Antwort und das es ihm so ergangen ist wie deinem Patienten…

    Trotzdem der Appell an alle: Es kostet euch wenig Zeit, tut nicht weh und rettet Leben. Viel einfacher geht es nicht…

  10. Charlotte sagt:

    Dein Artikel hier war übrigens der Auslöser, warum ich mich im Sommer dann wirklich hab typisieren lassen. So eine persönliche Aufklärung ist wirklich wesentlich wirkungsvoller als Plakataktionen, die ja immer doch recht anonym sind. Dankeschön!

    • poppeBLOGt sagt:

      Hallo Charlotte!

      Das freut mich sehr, denn genau deshalb habe ich den Text damals geschrieben. Danke, dass du dich typisieren hast lassen – vielleicht darfst du ja auch mal ran! :)

      LG
      Thomas

  11. Kurt C. Hose sagt:

    Dein Artikel wurde grade wieder per twitter angespült. Ich hab mich vor einingen Jahren schon Typisieren lassen und mich dann nicht weiter damit beschäftigt. Vor ein paar Monaten dann schon deinen Artikel gelesen und fand es sehr interessant wie es dann so abläuft.

    Das er jetzt wieder auftauchte ist insofern interessant das ich jetzt vor 3 Wochen das ich angeschrieben bin als möglicher Spender. Jetzt heißt es warten ob ich wirklich darf.
    Unter dem gesichtspunkt habe ich den Artikel jetzt noch mal gelesen und fand es noch spannender.

    • poppeBLOGt sagt:

      Hallo Kurt!

      Freut mich, dass du jetzt eventuell spenden kannst! Falls du ein paar Infos oder Tipps von mir brauchst, kannst du mich gerne kontaktieren!

      Gruß
      Thomas

      • Kurt C. Hose sagt:

        Hi Thomas,
        Im Moment fühl ich mich gut beraten von der DKMS.

        Hast du denn nach dem du als möglicher Spender kontaktiert wurdest irgendwas beachtet oder anders gemacht? Und auf was würdest du so im nachhinein anders machen oder auf was eher achten?

        Schönen Gruß
        Andreas

        • poppeBLOGt sagt:

          Die Leute von der DKMS sind großartig! Kann ich nur bestätigen.

          Eigentlich hat sich für mich nichts geändert. Durch einen größeren Test vorab (Blut, Urin, EKG) habe ich sogar herausgefunden, dass ich Probleme mit der Schilddrüse habe. Die ersten zwei Spritzen, die ich mir selbst in den Bauch geben musste, waren seltsam, danach Routine. Du lebst eigenltich, als wäre nichts – gehst halt dann hin, spendest und gehst wieder heim. That’s it. :-)

  12. Uwe Simons sagt:

    Organspendeausweis ist immer dabei, Blutspenden.. auch schon gemacht (lange her) DKMS Typisierung gemacht ABER: seit einiger Zeit auf Betablockern….

    Empfehlung: auf der dkms Seite ONLINE Registrierung!

    und jetzt: Flott!!

  13. [...] via poppeBLOGt » Blog Archive » How to save a life.. [...]

  14. Jonas sagt:

    Wirklich toller Artikel und nicht so ein Schwachsinn den manche Menschen, wie zum Beispiel ich, immer schreiben. Ich weiß nicht wie genau das abläuft, aber sobald ich volljährig bin, werde ich mir auf jeden Fall einen Organspenderausweis holen. Ich weiß noch nicht ob ich mich typisieren lasse, aber wenn, kann ich sagen das ich das teils auch dank diesem Artikel machen würde, da er mich wirklich bewegt hat. Vielen Dank fürs Aufschreiben.

  15. Jake sagt:

    Hallo Poppe,
    auch ich reihe mich den vielen zuvor ein, um dir für deinen Bericht zu danken. Trotz deiner erfrischenden Schreibweise triffst du damit genau auf den Nerv.

    Ich selbst bin seit Jahren registriert und habe meinen Spendenterim nun Anfang August. Ich weiß nicht, wie es letzten Endes ausgehen wird.. doch der Gedanke, einem anderen Menschen die Chance auf Leben schenken zu können, ist mir der Versuch alle Mal wert.

    Ich hoffe es finden sich noch mehr Menschen, die bereit sind dort zu helfen, wo Medizin und Forschung nicht mehr weiter kommen, sondern wo es eine selbstlose, kleine, menschliche Geste bedarf.

  16. maike hannah sagt:

    Oh, vielen Dank für den schönen Bericht. Ich bin letztes Jahr an Leukämie erkrankt und habe gestern meinen “1. zweiten Geburtstag” gefeiert. Ich finde es immer wieder interessant, die Sicht auf die andere Seite der Stammzelltransplantation zu erfahren und bin meinem Spender auch sehr, sehr dankbar, dass er mir das Leben gerettet hat.

    Es sollten eindeutig mehr Menschen ihre Erfahrungen teilen, da es gegenüber der Typisierung und der Stammzell- oder Knochenmarkspende noch so viele Missverständnisse und Vorurteile gibt.

    Dankeschön! :)

  17. marek sagt:

    Ein bewegender Artikel, den du da geschrieben hast. Er traegt mit Sicherheit dazu bei, dass sich mehr Menschen typisieren lassen. Ich selbst habe das vor zwei Jahren im Rahmen einer Aktion in Berlin machen lassen. Viele haben bestimmt Angst oder zumindest Respekt vor dem, was da kommen koennte. Aber was ist das schon für ein kleines Opfer, wenn man einem anderen Menschen damit so helfen kann? Das ist so einfach, etwas Gutes zu sein!

  18. Isa sagt:

    Hallo. :)

    Vielen Dank für diesen Artikel! Ich bin durch einen Tweet von @verdachtsmoment darauf aufmerksam geworden und froh, ihn gelesen zu haben.
    Ich bin 17, habe schon beschlossen ab dem nächsten Jahr regelmäßig Blut spenden zu gehen und auch meine (noch funktionstüchtigen) Organe nach meinem Ableben ‘weiterzugeben’.
    Über eine Typisierung hatte ich kaum nachgedacht und wenn doch, war ich zu abgeschreckt es ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Hiermit hast du mir einige dieser Ängste genommen. Ist ja doch nur ‘halb so schlimm’ und man kann so viel gutes tun!

    Deinen Artikel werde ich mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen.
    Und wer weiß? Vielleicht kann auch ich einmal ein Leben verlängern oder gar retten.

  19. Claudia sagt:

    Hallo Thomas,
    habe heute morgen bei Facebook einen Beitrag der DKMS gelesen und bin so auf Deinen Blog gekommen. Ich hatte nur den Anfang gelesen, laut gelacht und geschmunzelt. Mir gefiel die Art wie Du geschrieben hast. Also hab ich nicht weiter gelesen, die Wäsche musste in die Maschine u.s.w. und Deinen Blog erstmal in mein Profil geteilt.
    Nun etwas später, wollte ich eigentlich nur kurz den Rest lesen… Pusteblume, ganz feuchte Augen hatte ich und musste immer wieder pausieren. Ich hoffe, dass ich bald auch helfen darf.
    Ich habe die Kommentare gelesen und mich darüber mit gefreut. Einige haben auch über den Organspendeausweis geschrieben und jetzt geb ich meinen Senf dazu.
    Egal, ob es um den Spenderausweis geht oder um die DKMS- Viele Menschen haben einfach Angst und trauen sich nicht. Da hilft Aufklärung, je mehr desto besser!
    Andere sind einfach zu faul und zu bequem.
    Aber leider sind sehr viele Menschen einfach nur zu egoistisch um sich darum Gedanken zu machen, was ich persönlich sehr traurig finde. Aber wie soll man solche Menschen erreichen?
    Ich danke Dir.
    Lieben Gruß
    Claudia

  20. Kevin sagt:

    Um ehrlich zu sein habe ich noch nie darüber nachgedacht, ich bin 17 Jahre alt und das einzige worüber ich bisher in diesem Bereich nachdachte sind Zwei Dinge: Ich möchte, wenn möglich, regelmäßig Blut spenden und nach meinem Tot kann irgendwer gern sämtliche, noch funktionierenden Organe aus meinem Körper haben – aber ich denke, ich werde definitiv mal über eine Typisierung nachdenken und sehen, wann und wie ich diese machen kann.

    Danke für diesen Artikel.

    • poppeBLOGt sagt:

      Hallo Kevin,

      ich finde es toll, dass du dich mit dem Thema beschäftigst und Blut spenden willst und über eine Typisierung / Organspenderausweis nachdenkst.
      Letztes darfst du ja beides ohnehin erst mit 18 Jahren beantragen und kannst dir noch in Ruhe deine Gedanken machen.

      Freut mich, dass dir mein Artikel bei der Entscheidungsfindung geholfen hat. Danke für dienen Beitrag!

      Liebe Grüße
      Thomas

  21. [...] Dass meine Entscheidung, mich bei der DKMS typisieren zu lassen, so falsch nicht gewesen sein kann, zeigt der bewegende Artikel von @DerPoppe unter http://signous.de/poppe/?p=1876. [...]

  22. solflora sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel.
    Ich habe zwar bereits seit zehn Jahren einen Organspendeausweis, hatte bisher aber etwas Angst, mich typisieren zu lassen. Werde das jetzt auf jeden Fall in Angriff nehmen.

  23. Olaf sagt:

    dkms.de ist nicht erreichbar. Offensichtlich wurde die Site “gepoppt”. Muahahaha… (Ich hab’s versucht, aber den MUSSTE ich bringen, das hätte ich mir sonst nie verziehen)

  24. Uwe sagt:

    Ein wunderbarer Artikel. Danke!!!!
    Ich habe mich typisieren lassen und kämpfe mit zwei sehr guten Freundinnen auch darum anderen Hoffnung zu geben. Wir haben auf Facebook und anderen Sozial Networks eine Seite geschalten und Gruppen gegründet mit dem Namen “Helft Danilo”. Er ist ein kleiner 4jähriger junge der Leukämie hat. Wir kämpfen um sein Leben und das Leben der vielen anderen Betroffenen.
    Es ist wichtig Hoffnung zu geben.
    Leider gibt es noch viele Menschen, die davon nichts wissen wollen und meinen, mich betrifft es nicht, also geht es mich nichts an.
    Konstantin Wecker hat mal gesungen, zwar in einem anderen Zusammenhang, aber es passt auch hier: Man muss weiterkämpfen, kämpfen bis zum Umfallen. Und wenn die ganze Welt den Arsch offen hat, oder gerade deswegen.
    Ich hoffe und bete, dass sich noch viele Menschen zu diesem Schritt entscheiden, denn es ist wichtig und gut Hoffnung zu geben und Leben zu retten.

  25. sandy sagt:

    Ein toller Bericht! Ich habe am 06.06.2011 für einen kleinen Jungen Knochenmark aus dem Beckenkamm gespendet: Ich hoffe das er es annimmt und alles gut übersteht.Jetzt heißt es Daumen drücken.

  26. PattaFeuFeu sagt:

    Ein schöner Beitrag, der mich um einiges mehr überzeugte, mich mal näher über diesen „Verein“ zu erkundigen, als die von irgendwelchen wahrscheinlich hoch bezahlten Promis gemachten Plakat-, Print- und TV-Werbungen.
    Ich selber war noch nie in dieser Situation und kann mir das ganze wahrscheinlich nicht in vollem Ausmaß vorstellen, aber allein von deiner kurzen Beschreibung des Dankes durch Witwe und dem Menschen, dem du mit deiner Spende halfst, musste ich weinen.
    Ich habe heute morgen erst mit der Blutspende angefangen und werde mich dann wohl in naher Zukunft auch noch für die Knochenmarkspende typisieren lassen.

  27. Mikha sagt:

    Hab deinen Artikel grade gelesen und war zu Tränen gerührt.
    Spende seit 8jahren Blut und bin so beim dritten mal mit meiner Tante und meinem onkel typisiert worden.mein Vater will sich bei der nächsten Spende auch melden.
    Und was die Einfachheit zu helfen angeht,kann ich dir einfach nur zustimmen.

  28. Mirka sagt:

    Musste beim vorletzten Absatz ein klein wenig heulen und bedanke mich für deinen Erfahrungsbericht. Ich habe mich vor einem halben Jahr, kurz nach meinem 18. Geburtstag, typisieren lassen und hoffe, irgendwann im Laufe meines Lebens auch mal die Chance zu bekommen, ein Leben zu retten. Blutspenden, Organspendeausweis, Typisierung – das sollte jeder von uns tun. Leben retten ist gar nicht so kompliziert.

  29. Nadine sagt:

    Respekt und Dank für diesen schönen Artikel!
    Man muss aber volljährig sein, nehme ich an, oder?

    • poppeBLOGt sagt:

      Hallo Nadine!

      Ja, auf der DKMS-Seite wird das grundsätzlich erst mal so erklärt:

      Lebensspender können grundsätzlich alle Menschen werden, die zwischen 18 und 55 Jahre alt und in guter körperlicher Verfassung sind. Zu Ihrem Schutz und zum Wohle der Patienten gibt es einige Ausnahmen. Mehr dazu im nächsten Punkt.

      Dazu gibts es noch ein paar Faktoren wir BMI unter 40, Gewicht über 50kg,… – aber wenn du erst 18 wirst, kannst du dir ja für dieses Lebensjahr schon mal rot im Kalender anstreichen! :-)

  30. Nadine sagt:

    Ein Wort:
    Danke!

  31. marion sagt:

    hallo,

    super bericht, das wahre leben halt.
    wir sind auch alle typisiert, leider erst als mein sohn selber an leukämie erkrankte.
    ich setzte mich auch immer wieder dafür ein die menschen über die leukämie, stammzellspende, alles was dazu gehört zu informieren.
    mein mann durfte auch schon stammzellen spenden, in die usa, leider verstarb die patientin.

    liebe grüße marion

    • poppeBLOGt sagt:

      Liebe Marion,
      dankeschön für diesen tollen Kommentar. Ich war gerade auf deiner Homepage und freue mich sehr, dass Alex schnell einen Spender gefunden hat und heute krebsfrei leben kann. Schade, dass es die Patientin in den USA nicht geschafft hat – dennoch toll, dass ihr Euch jetzt so engagiert.
      Liebe Grüße
      Thomas

  32. adameus23 sagt:

    Danke für diesen tollen Bericht!

    Ich bin bereits seit ein paar Jahren typisiert und bekam vor einem halben Jahr auch den brief, dass ich ein passender Spender sein könnte.
    Momentan geht es meinem “genetischen Zwilling” so gut, dass keine Spende benötigt wird.
    Dieser Text hat mir die Angst vor dem genommen, was sicher irgendwann in den nächsten Jahren auf mich zukommen wird.

    Danke!

  33. Chris sagt:

    Ich hab den Antrag unausgefüllt zu Hause liegen. Den füll ich gleich aus und schick ihn dann weg! Danke für diesen Text!

  34. Ariadne sagt:

    Ich bin über die Toptweets hierhergekommen – hatte auch Tränen in den Augen und eine Gänsehaut. Bin selbst noch nicht typisiert, werde es aber nun bald machen lassen. (Der Organspendeausweis – haben oder nicht haben – wäre auch nochmal so ein Thema.)
    Danke für diesen Artikel.
    Alles Gute,
    Ariadne

  35. Steffi sagt:

    Super Artikel,sehr toll geschrieben und sehr informativ.Habe mich direkt online bei der DKMS registrieren lassen und die schicken mir,das Material zur Typisierung zu.Ich mache zu Hause dann den Wangenabstrich und sende es einfach wieder zurück.Meine beste Freundin ist vor einem halben Jahr an Krebs gestorben und wenn ich helfen kann das jemand leben
    kann….

  36. Kefi247 sagt:

    Ein wundervoller Artikel !
    Ich kann mir gut vorstellen das sich einige, die noch nicht registriert sind es jetzt tun werden.
    Ich selbst bin da ich selbst aus dem medizinischen Segment komme schon länger registriert und habe selbstverständlich auch einen Organspenderausweis.
    Sowas ist einfach wichtig und die paar Stunden die du dafür nur daliegen musst sind im Vergleich zu der Wirkung echt nichts.
    Trotzdem ziehe ich meinen (imaginären) Hut vor die das du es selbst getan hast und darüber geschrieben hast !

    Grüße
    Kefi247

  37. schlingel sagt:

    Danke, ich hatte mit einer Knochenmarksspende immer was anderes verbunden. Habe mich jetzt auch angemeldet.

  38. bine sagt:

    Hallo Poppi, großartiger Artikel. Ich finde es saustark, dass du das gemacht hast. Ich habe mich auch bei der DKMS registrieren lassen, vielleicht kann ich ebenfalls irgendwann mal einen solchen Beitrag leisten.

  39. Yvonne sagt:

    Danke für die Geschichte. Sie ermutigt und zeigt, wie wichtig die Typisierung bei der DKMS ist. Ich habe mich bereits letztes Jahr typisieren lassen.

  40. Hurkunde sagt:

    Danke für deinen Beitrag…sehr schön geschrieben! Hab ich gleich mal getweetet…

  41. maria sagt:

    Ich habe die Knochemmarkspende ehrlich gesagt auch mit einer Rückenmarkentnahme verbunden…Aber dass es ähnlich ist wie bei einer Plasmaspene wusste ich nicht.
    Ich gehe regelmäßig bei der Haema zur Vollblut- und Plasmaspende.
    Viele Dank für deine Story, die sorgt sicher für ein bisschen Aufklärung!

  42. michaela sagt:

    Wow, selbst ich habe beim Lesen gerade die Tränen in den Augen gehabt.
    Ich selbst habe mich vor ca. 2 Jahren typisieren lassen, aber trotzdem hofft man ja immer, dass man selber nicht ran muss. Falls es nun aber doch so kommen sollte, wäre ich wohl etwas beruhigter und hätte weniger Sorge vor eventuellen Nebenwirkungen. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ich sonst NEIN gesagt hätte. Ich hoffe, viele lesen diesen Artikel und gehen zur nächsten Typisierungsaktion in ihrer Umgebung. Bei uns dauerte das ganze keine Viertelstunde, glaub ich. Ich wünsche uns allen viele neue Spender, denn wer weiß, wer sie als nächstes braucht!

  43. Phil sagt:

    Obwohl ich zum Beispiel regelmäßiger Blutspender bin, wusste ich bis vor Kurzen nicht wirklich was über die DKMS. Was einem da so durch den Kopf schwirrt, klingt natürlich alles andere als angenehm. Da wird dann schnell mal die Knochenmarkspende zur Rückenmarkentnahme und so bekommt man natürlich ein wenig Angst.
    Ich hab mich dann vor einem Monat beim Public Viewing zum DFB-Pokalfinale auf Schalke im Zuge einer großen Aktion typisieren lassen und dabei auch diverse Broschüren mitgenommen. Und was soll ich sagen, das alles liest sich nicht mal halb so wild, wie ich es mir vorgestellt hätte.
    Deine Geschichte zeigt mir auf jeden Fall, einen richtigen Anfang gemacht zu haben. Danke!

Place your comment

Please fill your data and comment below.
Name
Email
Website
Your comment